Ein erfolgreiches Miteinander

01.07.2026

Die 21. Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche ist Geschichte. Die unzähligen Rosen und ihr betörender Duft werden Besucherinnen und Besucher noch einige Tage begleiten und den Abbau der Dekorationen in der Altstadt versüssen.

Diese Ausgabe wird als eine der aussergewöhnlichsten in die Geschichte der Rosen- und Kulturwoche eingehen: Während neun Tagen herrschte Dauerhitze mit Temperaturen von oft über 30 Grad – und kein einziger Tropfen Regen fiel. Solche Bedingungen hat die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche in ihrer bisherigen Geschichte noch nie erlebt.

Die Hitze stellte insbesondere die Rosen vor grosse Herausforderungen. Bereits ab vier Uhr morgens waren die Stadtgärtnerin und Team täglich im Einsatz, um die Pflanzen zu giessen und zu pflegen. Der grosse Aufwand hat sich gelohnt: Trotz der extremen Wetterbedingungen präsentierten sich die Rosen während der gesamten Woche in voller Blüte und sorgten mit ihrer Farbenpracht für eine eindrucksvolle Kulisse.

Auch für die Besucherinnen und Besucher war die Sommerhitze die grösste Herausforderung. Zwar boten schattige Plätze zwischendurch etwas Abkühlung, doch das gemütliche Flanieren durch die geschmückte Altstadt war an manchen Tagen anstrengender als gewohnt. Erfrischung fanden die Gäste in den rund 20 Beizlis, die teilweise ausschliesslich während der Rosen- und Kulturwoche ihre Türen öffnen. Rosen-Eistee, Rosenglace oder Rosen-Prosecco gehörten dabei zu den beliebtesten Angeboten.

Für abwechslungsreiche Unterhaltung stand das vielseitige Konzertprogramm. Die beiden klassischen Konzerte in der angenehm kühlen Kirche waren bis auf den letzten Platz besetzt. Rock-'n'-Roll-Klänge brachten das Publikum trotz hoher Temperaturen zum Tanzen, Michael von der Heide liess zur Abkühlung rote Rosen regnen, und Kinderliedermacher Andrew Bond begeisterte die jüngsten Gäste und die Rosen-Prinzessinnen mit einem fröhlichen Mitmachprogramm.

Adrian Rüegger, Co-Präsident des Vereins Rosen- und Kulturwoche, zieht Bilanz: „Wir werden unser Besucherziel in diesem Jahr nicht erreichen. Wir schätzen, dass rund 25 Prozent weniger Besucherinnen und Besucher an die Rosen- und Kulturwoche gekommen sind. Das schmerzt natürlich. Bei einer Veranstaltung, die vollständig unter freiem Himmel stattfindet, gehört dieses Risiko jedoch leider dazu. Für solche Fälle baut der Verein entsprechende Reserven auf.“

Für Daniel Frischknecht, Co-Präsident, steht etwas anderes im Mittelpunkt: „Viel wichtiger als das Umsatzziel ist, dass alle Beteiligten Freude an der Rosen- und Kulturwoche hatten. Nur so entstehen Motivation, neue Ideen und die Bereitschaft, gemeinsam auch die nächste Ausgabe wieder mit viel Herzblut auf die Beine zu stellen.“

Nun heisst es wieder Geduld haben: Bis zur nächsten Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche vergehen zwei Jahre. Das Datum steht bereits fest – 24. Juni bis 2. Juli 2028 - und die Vorfreude darf schon heute beginnen.